Dortmunder Landtagsabgeordnete: „NRW hat bereits 47 Kommunale Integrationszentren geschaffen“

Landespolitik

Dortmund auch Standort für die Koordinierungsstelle des Landes

„2013 war für die Integration von Einwanderern und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Nordrhein-Westfalen ein erfolgreiches Jahr“, erklären die Dortmunder Landtagsabgeordneten Nadja Lüders, Gerda Kieninger, Guntram Schneider und Armin Jahl: „Auf der Grundlage des im Vorjahr verabschiedeten Landesintegrationsgesetzes hat die Landesregierung inzwischen in 47 Kreisen und kreisfreien Städten ein nahezu flächendeckendes Netz von Kommunalen Integrationszentren aufgebaut.“

Vor eineinhalb Jahren hatte die NRW-Landesregierung unter der Federführung von Integrationsminister Guntram Schneider sich mit dem Teilhabe- und Integrationsgesetz verpflichtet, die Integration in Nordrhein-Westfalen voran zu treiben. Herzstück des Gesetzes war und ist die Errichtung von Kommunalen Integrationszentren in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten. Dieses Angebot wird von den Kommunen sehr gut angenommen: Innerhalb von nur eineinhalb Jahren sind bereits 47 von 53 Kommunalen Integrationszentren errichtet worden.

Auch Dortmund partizipiert an dieser Entwicklung. Im Juli wurde die Landesfinanzierung für das Kommunale Integrationszentrum in Dortmund von der Landesregierung bewilligt.

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales fördert jeweils 3,5 Personalstellen, das Schulministerium stellt ergänzend jeweils zwei Lehrkräfte für die Arbeit eines Zentrums zur Verfügung. Die Kommunalen Integrationszentren sollen zum einen die Zusammenarbeit verschiedener Ämter und Einrichtungen optimieren und zum anderen den wichtigen Bereich der Integration durch Bildung stärken. Das NRW-Integrationsministerium investiert jährlich insgesamt 9,83 Millionen Euro in die Kommunalen Integrationszentren, das Schulministerium weitere Mittel für über 100 abgeordnete Lehrkräfte.

Das Kommunale Integrationszentrum in Dortmund, das auf der bisherigen Arbeit der Migrations- und Integrationsagentur der Stadt Dortmund und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung Ausländischer Kinder und Jugendlicher aus Zuwandererfamilien basiert, wird in den beiden kommenden Jahren besondere Akzente bei der Systematisierung und Weiterentwicklung der bisherigen Arbeitsvorhaben und Ergebnisse in den Handlungsfeldern „Arbeit und Unternehmen“, „Soziale Balance in den Stadtbezirken“ und „Weltoffene/Internationale Stadt“ setzen. Besonders berücksichtigt werden bei diesen Arbeitsvorhaben die Kooperation, die Einbindung sowie die Kompetenzen und Potenziale und Professionalisierung der Strukturen von Migrantenselbstorganisationen.

Im Bereich Bildung steht die Optimierung der durchgängigen Sprachbildung im Blickpunkt. Hierzu sollen sprachbildende Maßnahmen, Angebote und Programme ausgeweitet und vernetzt werden.

„Mit der Etablierung der Kommunalen Integrationszentren in der Fläche nimmt NRW bundesweit eine Vorreiterrolle ein“, stellen Lüders, Kieninger, Schneider und Jahl erfreut fest.

Seit dem 2. Dezember beheimatet Dortmund zudem die Zentrale Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren in NRW. Mit der Landesweiten Koordinierungsstelle verfügt das Land NRW über ein Expertenteam, das die Vielfalt kommunaler Ansätze kompetent begleiten kann. „Mit diesem landesweiten Netzwerk setzen wir bundesweit Maßstäbe für die Integrationspolitik“, würdigte Integrationsminister Schneider das bedeutende Ereignis. Zentrale Aufgabe der Landesweiten Koordinierungsstelle sei es, die Kommunalen Integrationszentren bei deren Schwerpunkten „Integration als Querschnittsaufgabe“ und „Integration durch Bildung“ zu begleiten und zu vernetzen sowie deren Qualitätsstandards zu sichern. „Es geht beispielsweise darum, gute Integrationskonzepte zu entwickeln, Migrantinnen und Migranten besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, das Zusammenleben im Stadtteil zu verbessern oder auch die Willkommens- und Anerkennungskultur in den Behörden vor Ort zu stärken.“

 
 

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